Speckknödel: das Rezept und 7 Tipps zum besseren Gelingen

Header Bild: Damian Pertoll, © IDM Südtirol

Speckknödel gehören zu den traditionellsten Gerichten der Küche von Südtirol, Tirol und dem Trentino, sind aber auch darüberhinaus bekannt. Diese Spezialität lässt sich ganz einfach zu Hause zubereiten und mit unserem Rezept und unseren leicht verständlichen Tipps, die auch für die unzähligen anderen Knödelvarianten hilfreich sind, ist ein gutes Gelingen sicher. Und vielleicht wird beim Genießen der Knödel die Erinnerung an die ein oder andere Alm wach, auf der du letzten Sommer ein leckeres Knödelgericht genossen hast!

Das Rezept

Speckknödel

Für 10-12 Knödel.

Zutaten

  • 150 g Speck, in 4-5 mm kleine Würfel geschnitten
  • 300 g altes, schnittfestes Weißbrot, in Würfel geschnitten
  • 1 fein geschnittene Zwiebel
  • 4 Eier
  • 200 ml Vollmilch ca.
  • 3-4 Esslöffel Mehl
  • 2 Esslöffel Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2 Esslöffel fein gehackte Petersilie

Zubereitung

  1. Die Zwiebel in der Butter dünsten.
  2. Wer möchte, kann die Speckwürfel zusammen mit der Zwiebel dünsten, das verleiht dem Speck einenn intensiveren Geschmack und macht ihn knuspriger.
  3. Alle Zutaten vermischen und eine halbe Stunde lang ziehen lassen.
  4. Aus dem Zutatengemisch Kugeln mit einem ca. 6 cm großen Durchmesser formen, gut andrücken und die Oberfläche glätten.
  5. 15-20 Minuten in nicht zu stark siedendem Salzwasser kochen; eventuell mit einem Zahnstocher prüfen, ob die Knödel gar sind.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind deine Knödel perfekt gelungen. Nun kannst du sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und – garniert mit etwas Schnittlauch – als Vorspeise in einer Fleischsuppe oder mit Butter und Parmesan servieren. Sie eignen sich auch als Beilage einer Hauptspeise oder als eigenständiges Hauptgericht mit einem gemischten Salat oder einem Krautsalat mit einer Note Kümmel.

 

7 Fehler, die es zu vermeiden gilt

Du hast dich an das Rezept gehalten, aber etwas ist falsch gelaufen? Deine Knödel sind während des Kochens zerfallen oder sie sind, ganz im Gegenteil, steinhart geworden? Dann hast du mit Sicherheit einen dieser Fehler begangen:

  1. Das Brot ist zu frisch

    Damit das Brot alle Zutaten gleichmäßig aufsaugen kann, muss es altbacken sein. Wenn du diese Regel nicht beachtest, kann dies zu unvorhersehbaren, aber niemals guten Ergebnissen führen. Falls notwendig, kannst du die Brotwürfel im Vorfeld im Backofen bei niedriger Temperatur trocknen.

  2. Den Knödelteig nicht ziehen lassen

    Gib dem Brot die notwendige Zeit, alle Flüssigkeiten gleichmäßig aufzusaugen. Eine halbe Stunde genügt.

  3. Zu viel Flüssigkeit im Knödelteig – oder zu wenig

    Ein Knödelteig, der zuviel Milch oder Eier enthält und daher zu flüssig ist, ergibt alles andere als weiche Knödel. Wenn er hingegen zu trocken sind, werden die Knödel beim Kochen zerfallen. Vertraue auf dein Fingerspitzengefühl und gib je nach Bedarf etwas Milch oder Mehl dazu – eine kleine Menge genügt.

  4. Warme Milch verwenden

    Einige Rezepte schlagen die Zugabe von warmer Milch vor. Das ist jedoch keine gute Idee, da die Proteine, die im Ei enthalten sind, ab 60° gerinnen und dadurch die bindenden Eigenschaften, die beim Kochen eine wichtige Rolle spielen, verloren gehen. Willst du die Milch trotzdem zunächst aufwärmen, solltest du sie anschließend wieder erkalten lassen, vor du sie zu den anderen Zutaten gibst.

  5. Die Hände nicht anfeuchten

    Die Knödel erhalten eine perfekte Form und Festigkeit, wenn sie mit den Händen geformt werden. Dafür werden die Hände zunächst angefeuchtet, der Knödelteig klebt so nicht an den Händen und die Oberfläche kann gut geglättet werden. Das vermeidet ein Eintreten des Wassers während des Kochvorgang und garantiert eine gleichmäßigere Garung.

  6. Kochen in zu heißem Wasser

    Eine zu starke Hitze ist der Feind Nummer eins deiner Knödel: wenn das Wasser zu stark siedet, werden sie unvermeidbar zerfallen. Köcheln ist daher angesagt, achte dabei darauf, dass die Wassertemperatur stets etwas unter dem Siedepunkt liegt. Man sagt, die Knödel sollten im Wasser tanzen: einen Walzer wohlgemerkt, nicht Rock’n’Roll.

  7. Keine Zeit für einen Probeknödel

    Für Anfänger ist es ratsam, zeitig mit der Zubereitung zu beginnen und einen Probeknödel zu garen. Wenn er den Kochvorgang nicht gut übersteht, kannst du noch rechtzeitig deine Zutatenmischung nachbessern.

 

Die Knödel genießen – aber richtig

Hierbei gibt es nur eine Regel: Die Knödel werden ausschließlich mit der Gabel in Stücke geteilt. Oder mit dem Löffel, wenn es sich um eine Knödelsuppe handelt. Warum nicht mit dem Messer? Das käme einer Beleidigung für den Koch gleich, die Knödel scheinen wohl zu hart zu sein. Während es im Restaurant durchaus in Ordnung ist, höflich auf einen solchen Missstand hinzuweisen, ist es im privaten Umfeld doch weniger taktvoll deinem Gastgeber gegenüber.

Mahlzeit!

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