In den Tälern der Südalpen liegt eines der größten Apfelanbau-Gebiete Europas. Wenn im April und Mai alles erblüht, ist es besonders schön auf den Fahrradrouten unterwegs zu sein. Die sanft duftenden Apfelblüten sind auch aus der Entfernung ein Hingucker. Weiße und rosa Tupfer leuchten mit den zartgrünen Baumblättern um die Wette. Und das beste ist: Durch diese Landschaften führt ein Netz aus Radrouten. Wir haben die sieben schönsten Touren in Trentino-Südtirol hier für dich zusammengestellt.

  1. Radweg Etschtal – von Meran nach Bozen

    Auf dem Radweg von Meran nach Bozen bei Vilpian, Foto: ©Peer

    Kein spürbarer Höhenunterschied und rund 30 km Länge zeichnen die Strecke durch die Obstgärten des Etschtals aus. Die Route folgt der Etsch bzw. der fast parallel dazu verlaufenden Bahnstrecke. Auch als Halbtagestour empfehlenswert, kann man bei Besuch der Orte am Wegesrand auch einen ganzen Tag im Etschtal einplanen. Zurück zum Ausgangspunkt kann man dann auch mit dem Regionalzug fahren. Die Radroute ist Teil der via Claudia Augusta. Die Apfelblüte findet hier Anfang April statt.

    Weitere Infos: Radweg Etschtal: Bozen – Meran

  2. Radweg Unterland – von Bozen nach Trient

    Blühende Apfelbäume zwischen Branzoll und Auer, Foto© Peer

    Der Bozner Stadtradweg am Eisackufer führt zur Mündung des Flusses in die Etsch südlich der Stadt. Durch die Obstlandschaft geht es weiter in Richtung Auer, Neumarkt und Salurn, wo die Provinz Trient beginnt. Beim Städtchen Lavis verläuft der Weg durch das Biotop Avisio-Mündung und dann weiter der Etsch entlang bis in das Stadtzentrum von Trient. Zurück zum Ausgangspunkt kann man auch mit der Bahn fahren. Die Radroute ist Teil der via Claudia Augusta. Die Apfelblüte findet hier meist Anfang April statt. Nicht zu unterschätzen: Nachmittags bläst hier oft der Südwind „Ora“. Streckenlänge: 59 km.

    Weitere Infos: Radweg Etschtal: Bozen – Trient

  3. Radweg Passeiertal – von Meran nach St. Leonhard

    Die Brücke bei Kuens entlang des Passeirer Radweges, Foto © Peer

    Im Herzen der Kurstadt Meran, bei der Sissi-Statue an der Passer, beginnt die Radroute nach St. Leonhard. Weite Streckenteile führen an blühenden Obstgärten vorbei, aber auch kleine Auwälder und Wiesen liegen am Ufer der wilden Passer. Auf den 20 Kilometern der Route sind 370 Höhenmeter zu überwinden. Wir empfehlen einen Abstecher nach St. Martin und zum Sandwirt beim Andreas-Hofer Museum. Der Weg ist nicht durchgehend asphaltiert und es gibt kurze steile Stellen.

    Weitere Infos: Passeirer Radweg

  4. Vinschgauer Radweg – von Mals nach Meran

    Apfelblüte bei Laas im Vinschgau, Foto © Peer

    Das Marktdorf Mals ist das Zentrum des oberen Vinschgaus und liegt knapp über der Grenze des Apfelgebietes. Von hier aus geht es bergab über das mittelalterliche Städtchen Glurns nach Schlanders und Meran. Die bis auf kurze Teilstrecken asphaltierte Radroute verläuft oft über Feld- und Nebenstraßen, durch die Auen der Prader Sand und durch besondere Orte wie das Marmordorf Laas. Ziel ist Meran. Den Startpunkt Mals erreicht man auch mit dem Vinschger Zug. Die
    Zeit der Obstblute geht von Mitte April im unteren Tal bis Anfang Mai im oberen Vinschgau. Die hier beschriebene Strecke von Mals bis Meran ist etwa 66 km lang.

    Weitere Infos: Radweg Vinschgau

  5. Nonstaler Radparcours – durch die Bergdörfer des Hochebene

    Radweg im Nonstal, Foto © Peer

    Klein, aber oho! Dieser Tipp ist etwas für die müderen Radler, die noch in Form kommen müssen, denn der Parcours ist nur 25 km lang. Ein Rundweg durch die Wiesen des oberen Nonstals verbindet die Orte Malosco, Fondo, Romeno, Cavareno, Sarnonico, Amblar, Don und Ronzone. Man kann an jedem Punkt einsteigen und die gesamte Runde abfahren, wobei es immer wieder auf und ab geht (insgesamt rund 460 Höhenmeter). Da wir uns in einer Höhenlage von um die 1.000 m ü.d.M. bewegen, durchquert die Route das obere Ende des Nonstaler Obstbaugebietes und es gibt mehr Wiesen und Weiden als Apfelplantagen. Bei Cavareno gibt es übrigens ein paar alte Obstgärten, wo noch traditionelle Sorten angebaut werden. Blütezeit ist die ersten Maihälfte.

    Weitere Infos: Nonstaler Radweg

  6. Radweg Valle dei Laghi – durch das Tal der Seen

    Der Toblino See im Valle dei Laghi, Foto © Peer

    Von Terlago im oberen Valle dei Laghi führt diese Radroute durch das „Tal der Seen“ hinab bis nach Riva am Gardasee. Zwei landschaftliche Highlights – der Toblino-See mit dem malerischen Schloss – und die Trümmerlandschaft der „Marocche di Dro“ sind die interessantesten Hingucker an der Strecke. Doch auch sonst gibt es viel zu entdecken. Der Höhenunterschied beträgt rund 500 Meter. Hinweis: Nachmittags bläst hier gewöhnlich der Südwind „Ora“.

    Weitere Infos: Radweg Valle dei Laghi

  7. Valsugana-Radweg – über Levico in Richtung Venedig

    Der Radweg führt am Caldonazzo-See entlang, Foto © Peer

    52 km Strecke führen von Pergine Valsugana um das Ufer des Caldonazzo-Sees, vobei an Levico Terme in das Städtchen Borgo. Von dort aus führt die Radroute, leicht abfallend, meist dem Verlauf des Brenta folgend bis an die Trentiner Provinzgrenze nach Tezze di Grigno. Die Radroute ist Teil der via Claudia Augusta, ideal ist der Zeitraum ab Mitte April. Die schönste Aussicht ist dabei jene auf den Lago di Caldonazzo. Nicht fehlen darf ein Besuch im Ortskern von Borgo Valsugana.
    Es gibt auch hier die Möglichkeit, mit der Regionalbahn oder einem Bike-Shuttle zum Ausgangspunkt zurück zu kehren.

    Weitere Infos: Valsugana Radweg

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