Eine Gartenreise durch Südtirol

Header-Bild: © Adobe Stock

Die Natur genießen, das steht bei Südtirol-Urlaubern ganz oben auf der To-do Liste. Die Berglandschaft mit ihrem Panorama und die Farben der Wiesen, Wälder und Seen üben eine ungebrochene Faszination aus. Die Natur ist es auch, die am besten für Ruhe und Erholung sorgt. Da verwundert es kaum, dass immer mehr Menschen während ihres Aufenthalts in Südtirol auch auf Garten-Entdeckungsreise gehen. Hier kann man Natur in konzentrierter Form erleben. 2018 haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff mehr als 400.000 Besucher gezählt. Welche Gärten sonst noch einen Besuch wert sind, haben wir für dich zusammengefasst:

 

Rosarium Uhrerhof in Pufels

„Was wünschst du dir zum 60. Geburtstag?“ wurde Lotte Zemmer 2009 von ihrem Mann gefragt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Einen Garten!“ Das war die Geburtsstunde des höchstgelegensten Rosengartens Europas auf 1.500 m mit über 7.000 Rosenstöcken und 250 Sorten. Das Rosarium Uhrerhof befindet sich in Pufels, von hier aus genießt man einen wundervollen Ausblick auf St. Ulrich in Gröden. Harte Arbeit steckt hinter dieser Fülle an Schönheit, liebevolle Dekorationen und passende Sprüche laden zum Verweilen ein.

 

Die 7 Gärten des Kränzelhofs in Tscherms

Auch von Familien gern besucht: die 7 Gärten des Kränzelhofs. Foto: © Peer


Natur-, Kultur- und Kunstbegeisterste erwartet in Tscherms ein natürliches Kunstwerk: die Gärten des Weinguts Kränzelhof. Graf von Pfeil hat 2 Hektar Obst- und Weinbau gerodet um der Natur, die ihn jährlich reich beschenkt, etwas zurückzugeben. So sind sieben Gärten entstanden, die der Kunst viel Platz einräumen und sich ständig weiterentwickeln: der Garten der Liebe, der Yin und Yang Garten, der Garten der Sinnlichkeit, der Garten des Vertrauens, das Theater, die Festwiese und der Labyrinthgarten. Und nach dem Gartenbesuch kann man in der Vinothek noch bei einem Glas Wein entspannen.

 

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind das Garten-Aushängeschild Südtirols. Foto: © Peer


Es sind die wohl bekanntesten Gärten Südtirols und ein Highlight der nahegelegenen Kurstadt Meran: die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Vier Gartenwelten erstrecken sich auf 12 Hektar rund um das Schloss Trauttmansdorff, einst Winterdomizil der Kaiserin Sissi von Österreich, heute Sitz des Touriseums, Südtirols Landesmuseum für Tourismus. Südtiroler Pflanzenlandschaften reihen sich hier an Flora aus aller Welt, Aussichtspunkte und künstlerische Elemente bereichern die Botanischen Gärten. Dessen Konzept und das Engagement der Gärtner wurden bereits mehrfach international ausgezeichnet.
Verschiedene Veranstaltungen, wie die Gartennächte mit den World-Music-Konzerten, oder das Frühstück bei Sissi an den Sonntagen im Juni, aber auch Sonderausstellungen – heuer sind über 500 fleischfressende Pflanzen im Rahmen der Sonderausstellung „Killerpflanzen“ zu sehen – beleben die Gärten zusätzlich.

 

Skulpturengarten Buchholz

Über 200 Skulpturen kann man bei Buchholz bestaunen. Foto: © Peer.


In der Nähe des Örtchens Buchholz bei Salurn hat die Künstlerin Sieglinde Tatz-Borgogno einen „Garten der Sehnsucht“ erschaffen. Mehr als 200 Werke, darunter Bronze- und Marmorfiguren, sowie Installationen, sind in das Ambiente eines Laubwaldes eingebettet. Sie dürfen in dem rund um das Jahr frei zugänglichen Skulpturengarten bestaunt werden.

 

Stiftsgarten Kloster Neustift bei Brixen

Der Stiftsgarten besteht aus Baumgarten, Kräutergarten und Barockgarten. Foto: © Peer


Nördlich von Brixen befindet sich das Augustiner Chorherrenstift Neustift. Hier befinden sich heute, neben dem noch immer von Augustinermönchen bewohnten Kloster samt Stiftskirche und Bibliothek, ein Schülerheim, ein Bildungshaus und eine Stiftskellerei. Sehenswert ist aber auch der Stiftsgarten, der aus Baumgarten, Kräutergarten und Barockgarten besteht. Normalerweise dient er der Rekreation der Chorherren, einmal in der Woche ist er jedoch im Rahmen einer Führung öffentlich zugänglich.

 

Kräutergarten Pflegerhof in Kastelruth

Ringelblumenblüte im Kräutergarten des Pflegerhofs. Foto: © Peer


Der Pflegerhof in St. Oswald bei Kastelruth zählt zu den Pionieren des Kräuteranbaus in Südtirol. Seit 1982 werden hier Heil- und Gewürzpflanzen angebaut. Heute wachsen über 200 Kräuterarten auf 20.000 m² Anbaufläche, die zu einer Vielzahl an Produkten verarbeitet werden. Wie genau das auf dem biologisch geführten Hof funktioniert, erfährt man bei einem Besuch des Schaugartens und des Gewächshauses – ein wahres Duft- und Farbenerlebnis!

 

Bauerngärten in Südtirol

Gartenführung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Foto: Roland Pernter, © SBO


Sie sind das Herz der Südtiroler Gartenkultur: die Bauerngärten. Sie versorgen nicht nur die bäuerliche Familie und darüberhinaus die Kunden der Bauernmärkte mit Gemüse und Kräutern, sondern sind auch ein Ort der Entfaltung und Freude. Beispiele von Bauerngärten kann man im Volkskundemuseum Dietenheim besichtigen. Aber auch die Südtiroler Bäuerinnen öffnen ihre Gartenpforte für interessierte Besucher, wie z.B. auf dem Märzengut in Riffian.

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